Zeitgemäße Schul- und Unterrichtsentwicklung: Kooperation der Realschulen Abensberg, Kösching und Ingolstadt II.

Die drei Staatlichen Realschulen Abensberg, Kösching und Ingolstadt II. wagen sich gemeinsam auf neues Terrain. Mit dem Beginn des Kalenderjahres 2018 starten die drei staatlichen Schulen eine schul- und Regierungsbezirk übergreifende Zusammenarbeit um nachhaltig digitalen Lern- und Lehrmethoden, zeitgemäßer Didaktik und ihrer praktischen Umsetzung Vorschub zu leisten.

Die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Prozessstadien der digitalen Unterrichts- und Schulentwicklung zusammen, erhoffen sich  u. a. von einer gemeinsam geplanten und koordinierten Fortbildungsreihe einen Startpunkt für ein neuartiges Netzwerk. Ein Netzwerk welches an der Basis regional verbunden die Vorteile der globalen Digitalisierung zum Wohle der Schüler und zur Steigerung der Unterrichtsqualität noch besser nutzen möchte.

Ziele sind u.a.  ist eine breitere Multiplikation zeitgemäßer Unterrichtsmöglichkeiten und digitales Fachwissen zeitnah und nachhaltig in den Kollegien zu verankern sowie zusätzliche Expertise aufzubauen.

Die Projektverantwortlichen (Martin Fritze und Viola Bauer (RS Abensberg), René Zimmermann (RS Kösching) und Matthias Lichtinger (RS Ingolstadt II)) starten mit der breiten Unterstützung von Schulleitung und vor allem den Kolleginnen und Kollegen mit einer Reihe gemeinsamer Fortbildungsveranstaltungen. Jede Schule bietet im laufenden Schuljahr koordinierte Veranstaltungen an, die jeweils den interessierten Lehrkräften der drei Schulen offen stehen.

Den Startpunkt bildete am 25.Januar 2018 eine sehr gut besuchte Fortbildung zum Thema „Das iPad im Mathematikunterricht“ an der RS Abensberg.

Folgende Themenbereiche werden in den Monaten März bis Mai bereits angeboten:

  • Das iPad im Geschichtsunterricht
  • Das iPad im Geographieunterricht.
  • Unterrichtsideen rund um das iPad für das Fach Deutsch
  • Erklärvideos und Lernvideos – Methodik und Didaktik

Weiterhin folgen Veranstaltungen  für Lehrkräfte der Fächer Biologie, Chemie und Kunst.

Für die drei Schulen liegen die Vorteile der Zusammenarbeit auf der Hand: Durch persönlichen Austausch und auch eigene „Referententätigkeit“ steigert sich Motivation und Expertise der teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen. Es entstehen regelmäßige und zeitlich sinnvoll bemessene Zeitfenster für einen institutionalisierten Austausch. Zusätzlich ist es gerade für Mitglieder zahlenmäßig kleinerer Fachschaften oft nicht leicht mit entsprechenden Kollegen der gleichen Fachrichtung zielgerichtet ins persönliche Gespräch zu kommen. Ideen und Anregungen lassen sich im Internet, auf großen Fortbildungsveranstaltungen, in den entsprechenden sozialen Netzwerken etc. finden – ein gepflegter und organisierter Austausch, der das Ganze dann deutlich nachhaltiger und effizient macht, fehlt allerdings oftmals. Zudem bietet die koordinierte Zusammenarbeit den Schulleitungen auch bessere Möglichkeiten, engagierte und interessierte Kolleginnen und Kollegen bei der Einarbeitung in die zeitgemäßen Themenbereiche oder neue didaktische Arbeitsansätze zu unterstützen.

Natürlich zielen die Projektverantwortlichen auch auf eine Öffnung des Unterrichts an den Schulen. In gemeinsamen „Unterrichtsvorhaben“ werden Lerngruppen oder Klassen übergreifend miteinander arbeiten. Auch zur Förderung u.a. in den  Kompetenzbereichen Kommunikation und Kollaboration oder Produktion von Inhalten werden die Lernenden der drei Schulen in spannenden und realitätsnahen Lernszenarios zukünftig regelmäßig zusammenarbeiten können.

Die Kooperation ist als Prozess geplant, sinnvolle Elemente der Evaluation werden in der Zukunft den nun eingeschlagenen Weg weiter gehen helfen, so ist auch eine Erweiterung natürlich nicht ausgeschlossen.