#molol17 – Fachtagung für mobiles Lernen

Am 9. und 10.März 2017 fand an der Universität Oldenburg die inzwischen 7. Auflage der  Tagung ‚mobiles Lernen mit Tablets und Co.‚ statt. Viola Bauer und Martin Fritze vertraten mit ihrer Expertise die Realschule Abensberg nicht nur eindrucksvoll als Referenten in insgesamt 4 völlig ausgebuchten Workshops, sie konnten die Gelegenheit auch nutzen sich im (inter-)nationalen Expertenkreis auszutauschen und Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung des Projekts ‚PadUcation‘ sammeln.

Die Tagung mit gut 800 Teilnehmern bewies eindrucksvoll, dass die Entwicklung in den Bereichen ‚mobiles Lernen‘ und ‚Digitalisierung‘ in rasantem Tempo voranschreitet, viele Schulen sich aber noch nicht wirklich in die Lage versetzt haben, sinnvolle Schritte konsequent und vor allem nachhaltig mitzugestalten:

Angelehnt an den renommierten US-amerikanischen Medienwissenschaftler Neil Postman lässt sich die Veränderung durch neue Medien natürlich stark verkürzt (und ergänzt) dargestellt so beschreiben: (Digitale) Medien sind kein zusätzliches Medium, welches (den Unterricht) punktuell bereichert oder ergänzt, (digitale) Medien verändern (richtig eingesetzt 😉 Lernen und  Unterricht) von Grund auf. Vergleichen lässt sich diese Entwicklung z. B. mit der Erfindung des Buchdrucks um 1500. Damals gab es auch nicht das alte Europa plus den Buchdruck. Europa veränderte sich damals als Ganzes.

Eine grundlegende Veränderung findet allgegenwärtig statt.

Viele Schulen und  Lehrkräfte befinden sich erst  am Anfang der Entwicklung ihrer Strategie oder Ideen für die’Zukunft‘, obwohl diese außerhalb der Schulmauern bereits als ‚pralles Leben‘ stattfindet. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Wichtig ist, dass Schulen auch in einer digitalen Lebenswelt ihren sinnvollen und dringend notwendigen Beitrag dazu leisten, den anvertrauten Kindern und Jugendlichen Rüstzeug ‚an die Hand‘ zu geben, um  in ‚ihrer Welt‘ möglichst selbstbestimmt und aktiv am (Arbeits-)Leben teilhaben zu können.

Der Verlauf und das Angebot der Tagung sollten Mut machen, dass niemand seinen „Weg“ alleine gehen muss und es eine breite und qualitativ hochwertige Expertise zu den unterschiedlichsten Fragen der digitalen und mobilen Bildung gibt. Niemand muss das Rad neu erfinden, Neueinsteiger können von Erfahrungen profitieren, die dort gemacht wurden, wo digitale Bildung bereits einen großen Stellenwert hat. Es hat sich in Oldenburg erneut gezeigt, dass die Johann-Turmair-Realschule in einigen Bereichen bereits sehr

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Experten in Sachen digitaler Bildung unter sich. Thomas Rittmann (CH), Viola Bauer und Marcel Kaufmann (Lichtenstein).

gut unterwegs ist, besser werden kann man dennoch immer ;-).