Geschichte unterrichten mit dem iPad – ein Versuch

Im Geschichtsunterricht gilt in vielen Fällen noch das Tafelbild als zentrales Element der „Unterrichtsstunde“, welches oftmals komplexe Inhalte grafisch aufgearbeitet darstellen und den SchülerInnen beim Wiederholen und Vertiefen  die wesentlichen Zusammenhänge verstehen helfen soll.

In der Praxis fällt es vielen Teenagern aber schwer, diese Gedankenskizze zu Hause erneut zu „dekodieren“ und wirklich zu verstehen. Im Fach Geschichte in den PadUcation-Klassen an der RSA gehen die beiden Lehrkräfte Oliver Kosina und Martin Fritze nun andere Wege. Interaktive ibooks, angereichert mit Links zu erläuternden Webseiten, Filmen und Hörspielen, bilden ein Standbein zur Erarbeitung historischer Themen. Nicht fehlen dürfen Elemente zum direkten Feedback und zur Differenzierung. Hier leisten unter anderem selbsterstellte „learningapps“ (http://learningapps.org) wertvolle Dienste.

Der Unterricht wird in handlungs- und produktorientierten Räumen geplant, Themen werden aktiv an der Erstellung von Filmen, Dokumentationen, Präsentationen etc. durch die SchülerInnen „erarbeitet“. Aktuell arbeitet die 8.Klasse in der Abensberger Altstadt an einer Dokumentation zum Thema „Barock“, die 7.Klasse hat in fiktiven Interviews mit dem Papst, Otto dem Großen sowie zahlreichen weltlichen Fürsten und Bischöfen das Reichskirchensystem und die Rolle der deutschen Könige im Mittelalter ergründet.

Selbstverständlich erfolgt im Rahmen dieser Projekte auch eine intensive Arbeit an Quellen. Die wesentlichen Punkte eines thematischen Abschnitts  werden in vortragsähnlichen „Mini-Lectures“ durch die Lehrkräfte am Ende der jeweiligen Einheiten zusätzlich vertieft und gesichert.