Universität macht Schule – „the flipped classroom“ …

Die SchülerInnen der PadUcationklassen der RSA kennen den „Flipped Classroom“, das umgedrehte Klassenzimmer, schon eine Weile.

Vor allem im Fach Englisch werden  Inhalte der zu vermittelnden Grammatik verstärkt mit diesem Ansatz unterrichtet. Den Lernern wird eine  Auswahl von erklärenden Materialien zur Verfügung gestellt, ihre Aufgabe ist es sich in der häuslichen Vorbereitung intensiv mit den neuen Inhalten zu beschäftigen. Die Vorteile: Sie können z.B. die als Video vorliegenden Erklärungen zum Thema wiederholt und mit persönlichen Pausen und Schwerpunkten betrachten. Sie bestimmen ihr individuelles Lerntempo. Auch werden sie, im Gegensatz zur Grammatikeinführung im klassischen Sinn, nicht mit „dem Üben im Rahmen der Hausaufgabe “ alleine gelassen, denn in der folgenden Unterrichtsstunde steht nicht die Einführung der neuen Struktur im Vordergrund, sondern das Anwenden. Fragen ergeben sich häufig erst, wenn sich die Lerner bereits eine Weile mit einem Thema auseinander gesetzt haben, oder versuchen Neues anzuwenden. Und hier steht die Lehrkraft genau zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung. Es können ohne großen Aufwand kleinere Lerngruppen gebildet werden, die SchülerInnen zusammenbringt, die noch Erklärungen oder gezielte Erläuterungen brauchen.  SchülerInnen, die weniger Übungszeit benötigen, weil sie die Anwendung der „neuen“ Struktur bereits gut beherrschen, können die Zeit der Unterrichtsstunde hervorragend nutzen, sich mit differenzierenden Materialien auch anderen Themen des Fremdsprachenerwerbs zu zuwenden. Alle Materialien stehen über den Klassenkurs in itunesU zur Verfügung.

Im Rahmen eines Proseminars „TabletPCs im Englischunterricht“ aus dem Fachbereich der Fremdsprachendidaktik Englisch an der Universität Regensburg, haben die Seminarteilnehmerinnen unter Anleitung ihres Kursleiters Martin Fritze Lernvideos erstellt, die aktuell in der 8.Klasse an der Johann-Turmair-Realschule eingesetzt werden. In ausführlichen Feedbackrunden und Seminarsitzungen waren zuvor die vielen guten Ideen der Studierenden in Screencasts zu Themen wie „the passive voice“ oder „the past perfect“ in anschauliche und gut verständliche Form gebracht worden. Für beide Seiten ergeben sich Vorteile: Die Studierenden produzieren ihre Seminarinhalte nicht in einen rein theoretischen Raum hinein, die SchülerInnen erhalten passgenaue und gut verständliche Videos, die sie in ihrem Lernprozess unterstützen.